Höchster Wert: Linke. Grüne +2,7 %, SPD +2,3 %, BSW +0,9 %, FDP +0,7 %, Union und AfD je +0,1 %.
Bundestagswahlprogramme 2025 · unabhängiger Datenvergleich
Alle Parteien.
Derselbe Maßstab.
Wie verändern die quantifizierbaren Reformvorschläge von Linke, BSW, SPD, Grünen, FDP, Union und AfD das verfügbare Einkommen verschiedener Haushalte? Und was geschieht mit Armutsrisiko, Einkommensungleichheit und Staatshaushalt?
- 7 Parteien
- 10 Einkommensgruppen
- gleiche ZEW-Modellrechnung
- keine Wahlempfehlung
Was sofort auffällt
Die Programme verteilen sehr unterschiedlich
Ein bloßes „Wer bekommt mehr?“ reicht nicht. Entscheidend ist, wie sich die Entlastung über niedrige, mittlere und hohe Einkommen verteilt und welche weiteren sozialen Wirkungen modelliert werden.
In den ersten sieben Einkommensgruppen weist die Linke jeweils den höchsten modellierten prozentualen Zuwachs auf.
In den drei höchsten Einkommensgruppen weist die FDP jeweils den höchsten modellierten Zuwachs auf.
Höchster Wert: FDP; AfD +5,5 %, Union +4,3 %. SPD und Grüne −2,5 %, BSW −3,2 %, Linke −28,6 %.
Mehr als Einkommen
Fünf Kennzahlen verhindern den Tunnelblick
Wer nur auf die eigene Steuerentlastung schaut, übersieht Verteilungs- und Finanzierungswirkungen. Deshalb werden mehrere Dimensionen nebeneinander gezeigt.
ZEW-Zusammenfassung
Zwei klar unterschiedliche Verteilungsrichtungen
Das ZEW beschreibt selbst das übergreifende Muster der Modellrechnung.
SPD · Grüne · Linke · BSW
Die Programme entlasten nach ZEW vor allem Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Höhere Einkommen werden teilweise stärker belastet.
Union · FDP · AfD
Die Entlastungen steigen mit dem Einkommen stärker an; Haushalte mit höheren Einkommen profitieren überproportional.
Diese Einteilung beschreibt ausschließlich das Verteilungsmuster der quantifizierten Maßnahmen. Sie ist keine politische Qualitätsbewertung.
Grundregel
Ein günstiges Ergebnis bleibt sichtbar – egal für wen.
Die 180.000-Euro-Beispielrechnung zeigt hohe Entlastungen für AfD, FDP und Union. Die Armuts- und Ungleichheitsmodelle zeigen dagegen stärkere soziale Effekte anderer Programme. Beides gehört in denselben Vergleich.
Struktureller Kontext · Vermögen
27,7 % gehören dem reichsten 1 %
Die untere Hälfte der Bevölkerung besitzt zusammen 3,4 % des privaten Nettovermögens. Das ist eine andere Ebene als das Monatseinkommen: Vermögen beschreibt bestehende Eigentumsbestände.