Interaktiver Parteienvergleich + 13 Beleg-Charts

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Wählen Sie eine Kennzahl oder das Einkommensprofil einer beliebigen Partei. Alle Parteien werden mit denselben ZEW-Werten und derselben Leserichtung dargestellt. Darunter bleiben alle dreizehn Detailcharts mit Quellen, Datentabellen und Audio erhalten.

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← LINKSungünstigere Wirkung
MITTEkeine Veränderung
RECHTS →günstigere Wirkung

Diese semantische Achse gilt nur bei Wirkungsgrößen mit eindeutiger Richtung. Der Originalwert bleibt unverändert – deshalb kann beispielsweise „−2,8 Prozentpunkte Armutsrisiko“ rechts stehen: Der Wert ist mathematisch negativ, die soziale Wirkung aber günstig.

Interaktiver Vergleich

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Die Farben kennzeichnen keine Parteien. Sie zeigen ausschließlich die Leserichtung der ausgewählten Wirkung. Alle Parteien werden mit demselben Maßstab dargestellt.

Parteiprogramme 2025

Modellierte Veränderung der Armutsrisikoquote

Die Balkenrichtung zeigt die Bedeutung der Kennzahl. Der Zahlenwert bleibt immer der Originalwert aus der Quelle. Dadurch kann ein mathematisches Minus rechts liegen, wenn ein Rückgang sozial günstig ist.

Daten dieser Auswahl als Tabelle
Partei / GruppeWertLeserichtung

CSV-Daten

Parteiprogramme 2025 · Prozentpunkte

Modellierte Veränderung der Armutsrisikoquote

Negative Werte bedeuten: In der ZEW-Simulation sinkt der Anteil armutsgefährdeter Personen. Die Linke weist unter den untersuchten Programmen den stärksten Rückgang auf.

LeserichtungFür Bürger ist ein sinkendes Armutsrisiko günstig. Deshalb wird der Originalwert −2,8 Pp. rechts der Mitte dargestellt.

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Dieses Diagramm zeigt die modellierte Veränderung der Armutsrisikoquote durch quantifizierbare Vorschläge der Parteien zur Bundestagswahl zweitausendfünfundzwanzig.

Wichtig ist die Leserichtung.

Rechts bedeutet hier: geringeres Armutsrisiko und damit eine günstigere soziale Wirkung.

Links bedeutet: höheres Armutsrisiko.

Bei der Linken sinkt die Armutsrisikoquote in der ZEW-Simulation um zwei Komma acht Prozentpunkte. Bei den Grünen sinkt sie um null Komma neun Prozentpunkte.

Bei SPD, Union, BSW, FDP und AfD steigt die Quote in unterschiedlichem Ausmaß. Den höchsten modellierten Anstieg zeigt die AfD mit zwei Komma zwei Prozentpunkten.

Dass der Wert der Linken mathematisch negativ ist, bedeutet hier also etwas Positives: Der Anteil armutsgefährdeter Personen sinkt.

Die Aussage hat eine klare Grenze.

Das ZEW simuliert direkte Wirkungen quantifizierbarer Reformvorschläge. Es prognostiziert damit nicht die gesamte wirtschaftliche Entwicklung einer Legislaturperiode.

Quelle: ZEW Mannheim, Reformvorschläge der Parteien zur Bundestagswahl zweitausendfünfundzwanzig, Abbildung vierzig.

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KategorieProzentpunkte
Linke-2,8 Pp.
Grüne-0,9 Pp.
SPD0,1 Pp.
Union0,5 Pp.
BSW0,7 Pp.
FDP1,9 Pp.
AfD2,2 Pp.

ZEW Abb. 40. Direkte Effekte der quantifizierbaren Reformvorschläge; keine Prognose einer vollständigen Legislaturperiode.

Parteiprogramme 2025 · Prozent

Relative Veränderung des Armutsrisikos

Die gleiche ZEW-Modellierung relativ zum Ausgangsniveau. Der modellierte Rückgang beträgt bei der Linken 15,9 Prozent.

LeserichtungNiedrigeres Armutsrisiko = günstigere soziale Wirkung; die Balkenrichtung folgt der Wirkung, der Zahlenwert bleibt im Original.

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Dieses Diagramm zeigt dieselbe Armutswirkung wie zuvor, diesmal relativ zum Ausgangsniveau.

Auch hier gilt: Rechts bedeutet geringeres Armutsrisiko. Links bedeutet höheres Armutsrisiko.

Im Modell der Linken sinkt das Armutsrisiko relativ um fünfzehn Komma neun Prozent.

Bei den Grünen beträgt der Rückgang fünf Prozent.

Bei SPD, Union, BSW, FDP und AfD steigt das Armutsrisiko relativ. Den stärksten modellierten Anstieg zeigt die AfD mit zwölf Komma neun Prozent, gefolgt von der FDP mit elf Prozent.

Die relative Darstellung beantwortet eine andere Frage als die Veränderung in Prozentpunkten. Sie setzt die Veränderung ins Verhältnis zum Ausgangsniveau.

Beide Darstellungen zeigen jedoch dieselbe Richtung: Unter den vom ZEW untersuchten Maßnahmen weist Die Linke den stärksten modellierten Rückgang des Armutsrisikos auf.

Auch dieser Wert ist eine Modellrechnung ausgewählter Reformen und keine vollständige Regierungsprognose.

Quelle: ZEW Mannheim, Abbildung einundvierzig.

Datentabelle anzeigen
Kategorie%
Linke-15,9 %
Grüne-5 %
SPD0,5 %
Union2,9 %
BSW4,2 %
FDP11 %
AfD12,9 %

ZEW Abb. 41.

Einkommensungleichheit · relative Veränderung

Modellierte Veränderung der Einkommensungleichheit

Ein negativer Wert bedeutet in dieser Darstellung eine geringere Ungleichheit der verfügbaren Haushaltseinkommen.

LeserichtungWeniger Einkommensungleichheit wird hier als günstigere Verteilungswirkung gelesen.

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Dieses Diagramm betrachtet Einkommensungleichheit.

Gemessen wird die relative Veränderung des statistischen Maßes für die Einkommensungleichheit der verfügbaren Haushaltseinkommen.

Beim Gini bedeutet ein niedrigerer Wert eine gleichmäßigere Verteilung. Deshalb gilt in dieser Grafik: Rechts bedeutet weniger Ungleichheit, links mehr Ungleichheit.

Die Linke erreicht in der ZEW-Simulation einen Rückgang von zehn Komma zwei Prozent.

Bei den Grünen sinkt der Gini um vier Prozent, bei der SPD um drei Prozent und beim BSW um zwei Komma neun Prozent.

Union, AfD und FDP erhöhen den Gini in der Modellrechnung. Den stärksten Anstieg zeigt die FDP mit vier Komma sieben Prozent.

Die Grafik sagt nicht, dass Gleichverteilung automatisch das einzige politische Ziel sein muss.

Sie zeigt ausschließlich, welches der untersuchten Programme verfügbare Haushaltseinkommen stärker egalisiert oder stärker auseinanderzieht.

Quelle: ZEW Mannheim, Abbildung neununddreißig.

Datentabelle anzeigen
Kategorie%
Linke-10,2 %
Grüne-4 %
SPD-3 %
BSW-2,9 %
Union2,3 %
AfD2,7 %
FDP4,7 %

ZEW Abb. 39. Gini: 0 = vollständige Gleichverteilung, 1 = maximale Konzentration.

Alleinverdiener-Paar · zwei Kinder · Veränderung pro Jahr

Beispielhaushalt mit 40.000 € Bruttojahreseinkommen

Gerundete ZEW-Beispielrechnung: Wie verändert sich das verfügbare Einkommen dieses Haushalts durch die jeweils quantifizierten Reformvorschläge?

LeserichtungFür diesen Beispielhaushalt bedeutet mehr verfügbares Einkommen eine günstigere direkte Haushaltswirkung.

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Dieses Diagramm macht die Verteilungswirkung an einem konkreten Beispielhaushalt sichtbar.

Das ZEW betrachtet ein alleinverdienendes Paar mit zwei Kindern und einem Bruttojahreseinkommen von vierzigtausend Euro.

Rechts bedeutet hier: mehr verfügbares Einkommen.

Links bedeutet: weniger verfügbares Einkommen.

Bei den quantifizierten Vorschlägen der Linken steigt das verfügbare Jahreseinkommen dieses Haushalts gerundet um sechstausendeinhundertfünfzig Euro.

Beim BSW sind es rund eintausendzehn Euro, bei den Grünen achthundertsiebzig Euro, bei der SPD achthundertsechzig Euro und bei der Union dreihundert Euro.

Bei AfD und FDP sinkt das verfügbare Einkommen dieses Beispielhaushalts im ZEW-Modell. Bei der AfD um rund vierhundertvierzig Euro, bei der FDP um rund eintausendfünfhundertzwanzig Euro.

Das ist eine Beispielrechnung für einen bestimmten Haushaltstyp. Sie darf nicht auf jeden Haushalt übertragen werden.

Quelle: ZEW Mannheim, Ergebniszusammenfassung vom einundzwanzigsten Februar zweitausendfünfundzwanzig.

Datentabelle anzeigen
Kategorie€ / Jahr
Linke6.150 €
BSW1.010 €
Grüne870 €
SPD860 €
Union300 €
AfD-440 €
FDP-1.520 €

Gerundete Werte aus der ZEW-Pressemitteilung vom 21.02.2025.

Alleinverdiener-Paar · zwei Kinder · Veränderung pro Jahr

Beispielhaushalt mit 180.000 € Bruttojahreseinkommen

Bei hohem Haushaltseinkommen kehrt sich das Verteilungsmuster deutlich um: Union, FDP und AfD modellieren stärkere Entlastungen; bei der Linken sinkt das verfügbare Einkommen leicht.

LeserichtungFür diesen Hoch­einkommens-Beispielhaushalt bedeutet mehr verfügbares Einkommen eine günstigere direkte Haushaltswirkung.

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Dieses Diagramm ist die Gegenprobe zum vorherigen Beispiel.

Wieder geht es um ein alleinverdienendes Paar mit zwei Kindern. Diesmal beträgt das Bruttojahreseinkommen hundertachtzigtausend Euro.

Rechts bedeutet mehr verfügbares Einkommen, links weniger.

Hier kehrt sich das Bild deutlich um.

Im ZEW-Modell steigt das verfügbare Einkommen bei der AfD um rund neunzehntausendeinhundertneunzig Euro, bei der FDP um rund elftausendneunhundertneunzig Euro und bei der Union um rund fünftausendachthundertvierzig Euro.

Bei der SPD beträgt die Entlastung rund zweitausendzweihundert Euro, bei den Grünen rund einhundert Euro. Beim BSW liegt der gerundete Wert bei null.

Bei der Linken sinkt das verfügbare Einkommen des Beispielhaushalts um rund achthundert Euro.

Diese Grafik ist zentral für die Einordnung.

Sie zeigt, dass das Modell der Linken nicht jeden Haushalt maximal entlastet. Es verschiebt Entlastung stärker zu niedrigeren und mittleren Einkommen und belastet hohe Einkommen stärker.

Quelle: ZEW Mannheim, Ergebniszusammenfassung vom einundzwanzigsten Februar zweitausendfünfundzwanzig.

Datentabelle anzeigen
Kategorie€ / Jahr
AfD19.190 €
FDP11.990 €
Union5.840 €
SPD2.200 €
Grüne100 €
BSW0,00 €
Linke-800 €

Gerundete Werte aus der ZEW-Pressemitteilung. Diese Gegenperspektive ist zentral, um die Verteilungslogik nicht selektiv darzustellen.

Zusätzliche Einnahmen (+) / Mindereinnahmen (–) · Mrd. €

Modellierter Effekt auf den Staatshaushalt

Die Linke kombiniert die stärkste Entlastung im unteren Bereich mit zusätzlichen staatlichen Einnahmen aus den vom ZEW quantifizierten Maßnahmen. Bei Union, FDP und AfD sinken die Staatseinnahmen in der Simulation.

LeserichtungKeine pauschale Bürgerwertung: Staatliche Mehreinnahmen können Leistungen finanzieren, entstehen aber durch Abgaben. Die Achse beschreibt nur die fiskalische Richtung.

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Dieses Diagramm betrachtet nicht den einzelnen Haushalt, sondern den modellierten Effekt auf die öffentlichen Finanzen.

Rechts bedeutet hier Mehreinnahmen des Staates. Links bedeutet Mindereinnahmen.

Das ist ausdrücklich keine automatische Gut-oder-Schlecht-Bewertung für Bürger.

Staatliche Mehreinnahmen können öffentliche Leistungen finanzieren. Gleichzeitig entstehen sie durch Steuern oder andere Belastungen.

Im ZEW-Modell ergeben die quantifizierten Vorschläge der Linken zusätzliche Staatseinnahmen von rund sechsundvierzig Milliarden Euro.

Bei Grünen und BSW sind es jeweils rund vier Milliarden Euro, bei der SPD rund eine Milliarde.

Bei Union, AfD und FDP sinken die Staatseinnahmen in der Simulation. Bei der Union um rund siebenundvierzig Milliarden Euro, bei der AfD um rund siebenundneunzig Milliarden und bei der FDP um rund einhundertsechzehn Milliarden Euro.

Diese Grafik zeigt also Finanzierungsspielräume beziehungsweise Entlastungsvolumen – nicht automatisch gesellschaftlichen Nutzen.

Quelle: ZEW Mannheim, auf Grundlage von Abbildung zweiundvierzig.

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KategorieMrd. €
Linke46,00 Mrd. €
Grüne4,00 Mrd. €
BSW4,00 Mrd. €
SPD1,00 Mrd. €
Union-47,00 Mrd. €
AfD-97,00 Mrd. €
FDP-116 Mrd. €

Aus ZEW Abb. 42 in die Perspektive des Staatshaushalts übertragen: Das ZEW zeigt spiegelbildlich Haushaltsmehrbelastung/fiskalische Mehreinnahmen bzw. Haushaltsentlastung/fiskalische Mindereinnahmen.

EU-SILC · 2020–2025

Soziale Ausgangslage: Armut und Ausgrenzung in Deutschland

2025 waren 21,2 Prozent der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht; 16,1 Prozent galten als armutsgefährdet.

LeserichtungBeschreibender Sozialindikator: Bei Armuts- und Ausgrenzungsquoten ist ein niedrigerer Wert sozial günstiger. Es handelt sich nicht um einen Parteienvergleich.

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Dieses Diagramm zeigt keine Parteiprogramme.

Es zeigt die soziale Ausgangslage in Deutschland von zweitausendzwanzig bis zweitausendfünfundzwanzig auf Basis von EU-SILC.

Im Jahr zweitausendfünfundzwanzig waren einundzwanzig Komma zwei Prozent der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

Sechzehn Komma eins Prozent galten als armutsgefährdet.

Fünf Komma sechs Prozent waren materiell oder sozial erheblich depriviert.

Zehn Komma drei Prozent lebten in Haushalten mit sehr niedriger Erwerbsintensität.

Diese Teilindikatoren überschneiden sich. Sie dürfen deshalb nicht einfach addiert werden.

Der Verlauf zeigt, dass Armut und soziale Ausgrenzung über mehrere Jahre einen erheblichen Teil der Bevölkerung betreffen.

Für diese Indikatoren gilt grundsätzlich: ein niedrigerer Anteil ist sozial günstiger.

Die Grafik ist jedoch kein Parteienvergleich. Sie beschreibt die gesellschaftliche Lage, auf die politische Programme reagieren.

Quelle: Statistisches Bundesamt, EU-SILC, Endergebnisse zweitausendzwanzig bis zweitausendfünfundzwanzig.

Datentabelle anzeigen
JahrArmut oder Ausgrenzung (AROPE)ArmutsgefährdetMateriell/sozial erheblich depriviertSehr niedrige Erwerbsintensität
202020 %16,1 %4,4 %8,3 %
202121 %16 %4,3 %9,5 %
202221 %14,8 %6,2 %9,8 %
202321 %14,4 %6,9 %9,9 %
202421 %15,5 %6,2 %10 %
202521 %16,1 %5,6 %10,3 %

Amtliche EU-SILC-Endergebnisse. Die Teilindikatoren überschneiden sich und dürfen nicht addiert werden.

Deutschland 2025 · Anteil der Bevölkerung

Armutsgefährdung trifft Haushalte sehr unterschiedlich

Besonders hoch ist die Armutsgefährdung bei Alleinlebenden und Alleinerziehenden.

LeserichtungBeschreibender Sozialindikator: Ein niedrigerer Anteil bedeutet geringere Armutsgefährdung; die Kategorien sind keine politischen Maßnahmen.

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Armutsgefährdung verteilt sich sehr unterschiedlich auf Haushaltstypen.

Im Jahr zweitausendfünfundzwanzig lag die Armutsgefährdungsquote für die Bevölkerung insgesamt bei sechzehn Komma eins Prozent.

Bei Alleinlebenden lag sie bei dreißig Komma drei Prozent.

Bei Alleinerziehenden bei achtundzwanzig Komma neun Prozent.

Paare mit Kindern lagen bei zwölf Prozent.

Paare ohne Kind bei zehn Komma sieben Prozent.

Sonstige Haushalte bei zehn Komma sechs Prozent.

Die Grafik zeigt damit, dass eine allgemeine Armutsquote wichtige Unterschiede verdeckt.

Besonders Alleinlebende und Alleinerziehende tragen ein deutlich höheres Risiko.

Ein niedrigerer Wert bedeutet hier eine geringere Armutsgefährdung.

Diese Kategorien bewerten keine politische Maßnahme. Sie beschreiben, welche Bevölkerungsgruppen besonders stark betroffen sind.

Quelle: Statistisches Bundesamt, EU-SILC zweitausendfünfundzwanzig, Armutsgefährdung nach Haushaltstyp.

Datentabelle anzeigen
Kategorie%
Alleinlebende30 %
Alleinerziehende29 %
Insgesamt16,1 %
Paare mit Kindern12 %
Paare ohne Kind10,7 %
Sonstige Haushalte10,6 %

EU-SILC 2025, Einkommensreferenzjahr ist das Vorjahr der Erhebung.

Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen

Wohnkosten beanspruchen bei Armutsgefährdeten fast die Hälfte des Einkommens

2025 lag der durchschnittliche Wohnkostenanteil bei 24,1 Prozent in der Gesamtbevölkerung und bei 43,7 Prozent in der armutsgefährdeten Bevölkerung.

LeserichtungBeschreibender Sozialindikator: Ein niedrigerer Wohnkostenanteil bedeutet – bei sonst gleichen Bedingungen – geringere finanzielle Belastung.

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Dieses Diagramm zeigt, wie stark Wohnkosten das verfügbare Haushaltseinkommen beanspruchen.

Im Jahr zweitausendfünfundzwanzig lag der durchschnittliche Wohnkostenanteil in der Gesamtbevölkerung bei vierundzwanzig Komma eins Prozent.

Bei armutsgefährdeten Menschen lag er bei dreiundvierzig Komma sieben Prozent.

Das bedeutet: In dieser Gruppe fließt im Durchschnitt fast die Hälfte des verfügbaren Haushaltseinkommens in Wohnkosten.

Bei sonst gleichen Bedingungen ist ein niedrigerer Wohnkostenanteil finanziell günstiger.

Die Zeitreihe zeigt jedoch auch eine methodische Besonderheit.

Seit zweitausenddreiundzwanzig wurde die Erfassung bestimmter Kosten von Eigentümerhaushalten angepasst.

Deshalb sind Vergleiche vor und nach dieser methodischen Änderung nur eingeschränkt möglich.

Die Grafik beschreibt die soziale Ausgangslage. Sie beweist noch nicht, welche konkrete wohnungspolitische Maßnahme diese Belastung am wirksamsten senkt.

Quelle: Statistisches Bundesamt, EU-SILC, Wohnkostenanteil am verfügbaren Haushaltseinkommen.

Datentabelle anzeigen
JahrBevölkerung insgesamtArmutsgefährdete Bevölkerung
202022 %43 %
202123 %44 %
202224 %44 %
202325 %46 %
202424 %44 %
202524 %44 %

Seit 2023 methodische Anpassung bei der Erfassung bestimmter Kosten von Eigentümerhaushalten; Zeitvergleich vor/nach 2023 nur eingeschränkt.

Mehr als 40 % des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnen

Wohnkostenüberbelastung

2025 waren 11,2 Prozent der Gesamtbevölkerung und 35,0 Prozent der armutsgefährdeten Bevölkerung wohnkostenüberbelastet.

LeserichtungBeschreibender Sozialindikator: Ein niedrigerer Anteil wohnkostenüberbelasteter Menschen ist sozial günstiger.

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Dieses Diagramm zeigt Wohnkostenüberbelastung.

Nach der Definition von Destatis und Eurostat gilt ein Haushalt als wohnkostenüberbelastet, wenn mehr als vierzig Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aufgewendet werden müssen – nach Abzug wohnungsbezogener Zuschüsse.

Im Jahr zweitausendfünfundzwanzig traf das auf elf Komma zwei Prozent der Gesamtbevölkerung zu.

Unter armutsgefährdeten Menschen waren es fünfunddreißig Prozent.

Damit ist die Wohnkostenüberbelastung in dieser Gruppe mehr als dreimal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung.

Ein niedrigerer Anteil ist hier sozial günstiger.

Die Zeitreihe zeigt Schwankungen. Bei armutsgefährdeten Menschen lag der Wert zweitausenddreiundzwanzig noch bei dreiundvierzig Komma zwei Prozent und sank bis zweitausendfünfundzwanzig auf fünfunddreißig Prozent.

Die Grafik beschreibt das Problem. Sie ist kein Wirkungsnachweis für einen Mietendeckel oder eine andere konkrete Parteiforderung.

Quelle: Statistisches Bundesamt und Eurostat, EU-SILC.

Datentabelle anzeigen
JahrBevölkerung insgesamtArmutsgefährdete Bevölkerung
20209 %39 %
202111 %42 %
202211,9 %41 %
202313 %43 %
202412 %38 %
202511,2 %35 %

Definition Destatis/Eurostat: über 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten nach Abzug wohnungsbezogener Zuschüsse.

Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen

Wo Vollzeitverdienste 2025 liegen

Die Verdienstverteilung hilft einzuordnen, welche Einkommensgruppen von unterschiedlichen steuerpolitischen Modellen berührt werden.

LeserichtungBeschreibende Verteilung: Höhere Perzentilwerte sind keine pauschale Bürgerwertung, sondern zeigen die Spannweite der Vollzeitverdienste.

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Dieses Diagramm ordnet die Verdienststruktur von Vollzeitbeschäftigten im Jahr zweitausendfünfundzwanzig ein.

Das zehnte Perzentil lag bei rund dreiunddreißigtausendachthundertachtundzwanzig Euro Bruttojahresverdienst.

Der Median lag bei vierundfünfzigtausendsechsundsechzig Euro.

Das neunzigste Perzentil lag bei rund einhunderttausendsiebenhundertneunzehn Euro.

Das neunundneunzigste Perzentil bei rund zweihundertneunzehntausendeinhundertzehn Euro.

Der Median bedeutet: Die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient höchstens diesen Wert, die andere Hälfte mindestens diesen Wert.

Die Grafik ist wichtig, um politische Steuer- und Entlastungsmodelle einzuordnen.

Sie zeigt jedoch keine Haushaltsverteilung. Einkommen von Partnern, Kinder, Transfers oder Vermögen sind hier nicht enthalten.

Ein höherer Verdienstwert wird in diesem Diagramm nicht automatisch als gesellschaftlich besser bewertet. Es handelt sich um eine beschreibende Einkommensverteilung.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Verdienstverteilung von Vollzeitbeschäftigten zweitausendfünfundzwanzig.

Datentabelle anzeigen
Kategorie€ / Jahr
10. Perzentil33.828 €
Median54.066 €
90. Perzentil100.719 €
99. Perzentil219.110 €

Vollzeitbeschäftigte; keine Haushaltsverteilung. 50 Prozent verdienen höchstens bzw. mindestens den Median.

Zusatzdaten zu einzelnen Forderungen

Die folgenden Charts sind keine vollständige Sieben-Parteien-Vergleichsebene. Sie dokumentieren einzelne institutionelle Referenzwerte beziehungsweise Forderungen und sind entsprechend gekennzeichnet.

Euro brutto je Stunde

Mindestlohn: geltendes Recht und Linke-Forderung

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 Euro. Das Wahlprogramm der Linken forderte mindestens 15 Euro und spätestens 2026 16 Euro.

LeserichtungAbsolute Stundenwerte. Ein höherer Mindestlohn erhöht unmittelbar den gesetzlichen Lohnboden; mögliche Beschäftigungs- oder Preiseffekte sind in diesem Chart nicht bewertet.

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Dieses Diagramm vergleicht geltendes Recht mit einer politischen Forderung.

Seit Januar zweitausendsechsundzwanzig beträgt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland dreizehn Euro und neunzig Cent brutto pro Stunde.

Ab Januar zweitausendsiebenundzwanzig steigt er nach geltender Regelung auf vierzehn Euro und sechzig Cent.

Die Linke forderte in ihrem Bundestagswahlprogramm zweitausendfünfundzwanzig mindestens fünfzehn Euro und spätestens im Jahr zweitausendsechsundzwanzig sechzehn Euro.

Diese Werte haben einen unterschiedlichen Status.

Dreizehn Euro neunzig und vierzehn Euro sechzig sind gesetzliche beziehungsweise bereits beschlossene Referenzwerte.

Sechzehn Euro ist eine politische Forderung der Linken.

Ein höherer Mindestlohn erhöht unmittelbar den gesetzlichen Lohnboden für betroffene Beschäftigte.

Dieses Diagramm bewertet jedoch keine möglichen Folgewirkungen auf Beschäftigung, Preise oder Unternehmensentscheidungen.

Quelle für die Rechtslage: Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Quelle für die Forderung: Bundestagswahlprogramm der Linken zweitausendfünfundzwanzig.

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Kategorie€ / Stunde
Gesetzlich 202613,90 €
Gesetzlich ab 202714,60 €
Linke: Ziel 202616,00 €

Der 16-Euro-Wert ist eine politische Forderung aus dem Bundestagswahlprogramm 2025, keine geltende Rechtslage.

Monatliche Bezüge · Vergleich der Referenzwerte 2026

Abgeordnetenentschädigung und beschlossener Linke-Deckel

Der Bundestag weist ab 1. Juli 2026 eine Abgeordnetenentschädigung von 12.330,48 Euro aus. Die Linke beschloss für ihre Abgeordneten ab der nächsten Bundestags- bzw. Europawahl eine Begrenzung auf TVöD Bund E14 Stufe 1, im Beschluss mit 5.300 Euro angegeben.

LeserichtungAbsolute Bezugswerte. Der niedrigere Deckel ist ein Konsistenz- und Glaubwürdigkeitsindikator, kein direkter Wohlfahrtswert für Bürger.

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Dieses Diagramm vergleicht zwei institutionelle Referenzwerte.

Ab dem ersten Juli zweitausendsechsundzwanzig beträgt die monatliche Abgeordnetenentschädigung im Deutschen Bundestag zwölftausenddreihundertdreißig Euro und achtundvierzig Cent.

Die Linke beschloss auf ihrem Parteitag am einundzwanzigsten Juni zweitausendsechsundzwanzig einen Gehaltsdeckel für ihre Bundestags- und Europaabgeordneten.

Ab der jeweils nächsten Wahl sollen Bezüge aus Diät und Funktionszulagen auf ein Arbeitnehmerbrutto entsprechend TVöD Bund E vierzehn, Stufe eins, begrenzt werden.

Im Beschluss wird dafür ein aktueller Referenzwert von rund fünftausenddreihundert Euro genannt.

Der Unterschied ist erheblich.

Trotzdem darf aus diesem Diagramm keine direkte Aussage über die volkswirtschaftliche Qualität des Programms der Linken abgeleitet werden.

Der Gehaltsdeckel ist vielmehr ein Konsistenz- und Glaubwürdigkeitsindikator.

Er zeigt, ob eine Partei, die hohe Einkommenskonzentration politisch kritisiert, diese Haltung auch auf die Bezüge ihrer eigenen Mandatsträger anwendet.

Quelle für die Abgeordnetenentschädigung: Deutscher Bundestag.

Quelle für den Deckel: Parteitagsbeschluss der Linken vom einundzwanzigsten Juni zweitausendsechsundzwanzig.

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Kategorie€ / Monat
MdB-Entschädigung 07/202612.330 €
Linke-Deckel ab nächster Wahl5.300 €

Der Deckel gilt laut Parteitagsbeschluss erst ab der nächsten Bundestags- bzw. Europawahl. Er ist kein Beleg für die Wirkung des Sozialprogramms, sondern ein separater Konsistenz-/Glaubwürdigkeitsindikator.